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Schlossstraße 27 a
14774 Brandenburg an der Havel / Plaue

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Das Feste Haus in Plaue wurde bereits in einer Urkunde von 1216 erstmals erwähnt. Die ehemals an gleicher Stelle errichtete Burg des Ritters Johann  von Quitzow wurde 1414 von Markgraf Friedrich I. und Erzbischof Günther von Magdeburg nach einer Belagerung eingenommen und kurz darauf weitestgehend zerstört. Die so genannte Quitzowburg war wohl ein von zwei Rundtürmen flankierter und von einem Graben umgebener Bau. Nachdem 1459 Georg von Waldenfels die Burg übernommen hatte, befestigte er die in Teilen verfallene Burg neu und vergrößerte die Anlage unter Einbeziehung der noch erhaltenen Reste. Dieser von einem Graben umgebene unmittelbare Vorgängerbau des heutigen Barockschlosses war eine typische Schlossanlage des 16. Jahrhunderts.
Schloss Plaue um 18651711 bis 1716 wurde unter Friedrich von Görne die neue Dreiflügelanlage unter Verwendung alter Fundamente und Teilen des aufgehenden Mauerwerks der älteren Anlage errichtet. Sie unterscheidet sich von zeitgleichen, einfacheren Guts- und Herrenhäusern der Mark Brandenburg durch ihre großzügigen Dimensionen, die französischem Vorbild folgen. Das Hauptgebäude war zweistöckig mit zwei niedrigeren Seitenflügeln. Von den hohen Ansprüchen des Bauherrn zeugen zudem die schlosseigene Kapelle, der geräumige Altan auf dem Mittelrisalit sowie das "Chinesische Zimmer". Der alte Burgturm wurde 1719 abgerissen. Während eines Besuches soll der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. hier seinen Sohn Friedrich II. zum Ritter geschlagen haben. Auch der russische Zar Peter I. hat auf seinen Europareisen hier gewohnt. Unter Leopold von Görne wurde 1749 der Lustgarten von einer hohen Mauer umgeben, neue Hecken angelegt und ein neues Orangerie- und Treibhaus aufgeführt, sowie das Schloss selbst "herrlich möbliert".
Unter dem "zerstörerischen" Geist Wilhelms von Anhalt (ab 1765) wurde der Schlossgraben zugeschüttet, die Lindenallee, welche sich zum Schlosse hinzog, niedergeschlagen sowie der nördliche Flügel des Schlosses abgetragen. Zudem versuchte von Anhalt, alle Spuren seines Vorgängers Görne zu tilgen. Er zerstörte die noch auf Schloss Plaue befindlichen Bestände an "Plauer Porcellan", einer Keramik, die wenige Jahre dem berühmten "Meißner" Konkurrenz machen konnte und in einer Plauer Manufaktur gefertigt wurde. 1839 erwarb Hans Valentin Ferdinand Graf von Königsmarck vom Freiherrn von Lauer-Münchhofen Schloss und Gut Plaue.
1861 wurde das Schloss umgestaltet. In der Hand der Grafen von Königsmarck, einer alten, bereits 1225 urkundlich erwähnten märkischen Familie, verblieb der Besitz bis 1945.
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